Chillout-Billard-Bar
Chillout Pool Diamonds
Dart Club Bienna BS
 
The Cracks
Ein wunderbar verrückter Abend!

Bericht von Ummel Roland



Pünklich 47 Minuten nach dem vereinbarten Termin traf die Band und Crew um 18.47 Uhr in Safnern ein - nun ja, Safnern ist schliesslich auch nicht einfach zu finden, zumindest ist dies für das Lokal ansich nicht gänzlich falsch.

Natürlich musste im Vorfeld bereits wieder einiges an Arbeit geleistet werden. Den Platz für die Band bereit stellen - Tische und Stühle rücken und "Töggeli"-Kästen verstellen. Natürlich mussten auch die Salate bereitgestellt und die Kälber für die Würste geschlachtet werden. Nur mit den Därmen hatten wir etwas Mühe, weil die Schweine noch lebten.

Miranda zeigte Mal wieder ihr Flair für Dekorationen. Herbstlich orange fanden etliche Kürbise den Weg auf Fensterbänke und Tische - Kastanien durften natürlich auch nicht fehlen.

Um 19.13 Uhr erdröhnten zum ersten Mal die Drums. Die Anlage war fast vollständig aufgebaut. Dummerweise hatte der Dartclub am Mittwoch vor dem Konzert noch seine Boardsanlage erneuert und die Steckdose war kaum zugänglich. Aber mit etwas Improvisation und Karton konnte auch dieses Problem gelöst werden.

Die Band: Schlagzeug: "Bandpapa" Laurent (42), Bass: Cerkan (20), Gitarre: Dan (20), Jéremy (21) und am Piano: David (19). Die Band "The Cracks" wurde vor einem Jahr gegründet und kommt aus Reconvillier.

Letzterer Umstand führte zu einigen Problemen - die Entourage um den Inhaber Marcel ist des Französischen nur sehr schwach mächtig. Aber mit Händen, Füssen, einigen Brocken "Welsch" ... und der gütigen Mithilfe der Band (... einige Brocken Deutsch) wurde auch dieses Manko behoben.

19.31 Uhr, Anlage gestellt - funktioniert! Soundcheck? Ja, 20 Minuten später, erst mussten die Kehlen gekühlt und die Lungen gewärmt werden.
Die Einführungstöne waren verheissungsvoll, zumindest für die Liebhaber von etwas hartem Rock - was auf den Schreiberling zutrifft.

20.16 Uhr Verpflegung. Die Band erhält Schweinssteak mit einem Salatarrangement und Brot. Dummerweise war uns nicht bekannt, dass der Eine keine Schweine mag - auf jeden Fall nicht zum Essen. Aber auch er konnte schlussendlich seinen Magen füllen. Die Damen und Herren im "Rückwärtigen" wurden mit heissem Schinken, Bohnen mit Speck und Salzkartoffeln verköstigt. Für das kommende "Fussvolk" war, für sagenhafte Fr. 8.50, nebst Kalbsbratwurst und Brot Kartoffel-, Schrauben-(oder wie heissen die gedrehten Teigwaren?), "Rüebli"- und grüner Salat angesagt.

Langsam machten sich etwas lange Gesichter breit - 20.33 Uhr ganze 4 Gäste. Aber das Konzert sollte ja auch erst um 21.30 Uhr beginnen! Gut waren die Billardtische mehr als sauber - so hatte auch der Staub mal wieder eine schöne Fläche zum sich hinlegen parat. Aber hallo, um 20.37 Uhr wurde das Gesicht von Marcel schlagartig heller - schon wieder 4 Personen die den Weg ins Chillout fanden. 20.41 Uhr: Wieder treffen 3 Gäste ein - man kann schon einen Festbank füllen! 21.17 Uhr: Holla-holla-hossassa - schon zwei Festbänke und kein Ende!!!

Der sich neu niederlegende Staub auf den Poolbillard-Tischen hatte auch keine Chance mehr - er wurde von den herumfliegenden Kugeln auf- und weggescheucht. Auch die "Töggelikästen" wurden malträtiert. Nur die Dartspieler hatten das Nachsehen - ihre Anlage war durch die Band besetzt.

22.00 Uhr Konzertbeginn: Die Band legte los wie ein Hurrikan. Wie auf dem Plakat erwähnt "harder and faster" als vieles schon gehörte. Der eine oder andere Gast hatte mit dem dröhnenden Bass seine liebe Mühe (*). Ich nicht - ich fand es einfach nur geil! 22.35 Uhr, die Band hatte sich heiss gespielt, wurde immer besser, härter, schneller und lauter! 23.03 Uhr, die Band gibt ihre ersten Zugaben - uuuppps, zuerst gibts was Alkoholisches zum runterschlucken. 23.06 Uhr, die Gitarren, Drums und das Piano dröhnen wieder! Die erste Wiederholung, aber wesentlich sicherer gespielt - vielleicht besser, wenn sie das nächste Mal eine Stunde später kommen??? 23.13 Uhr: Kleine Kreativitätspause, aber nur für eine Minute - dann rockts weiter. Man sieht, es macht ihnen immer mehr Spass - wann konnten sie vorher jemals vor einem so grossen und tollen Publikum auftreten? 23.24 Uhr, die Halle ist voll! Warum kommen die alle nur so spät? Mannnnnnnnn ... ihr habt was verpasst. Gitarrenriffts zum rumfläschen, Basstöne die einem die Eingeweide durcheinander bringen, Drums die die kleinen Knöchelchen im Innenohr fast zum brechen bringen und Pianotöne die die letzten noch nicht zerborstenen Hirnwindungen vollends brach legen. 23.36 Uhr Konzertende. Für einige eine richtige Wohltat - zumindest für die Ohren. Für mich hätten sie ruhig noch was drauflegen können!

Zum Abschluss wie das letzte Mal einen Dank von Baba (Marcel, the Master of Chillout) an die Helfer Mairanda (Mama und gute Seele), Babs (Nicht "Super-" oder "Bat-", sondern Universalwoman), Pesche (Bändelichef und Grillmeister) und Ummeli (Sonsthelfer und Schreiberling). Er vergisst den Dank natürlich auch nicht an die zahlreichen Gäste und im speziellen an die Band zu richten. MEEEEERCIIII !!

Euer Ummeli

PS: Diejenigen die dabei waren wissen, dass sich nicht alles in diesem Bericht genau so abgespielt hat wie beschrieben! (*) = Babs

Ihr findet auch von diesem Anlass einige Fotos!